Historische Buchbesprechung: „Freiheit der Liebe“ – Paul Albrecht

der synd

Bücherbesprechung

„Freiheit der Liebe“ von Paul Albrecht. Zu den vielen Broschüren und Artikeln, die über dieses Thema geschrieben wurden, um die Freiheit der Liebesbeziehungen zwischen den Menschen zu fordern, gesellt sich nun auch die hier vorliegenden Schrift. Die Idee, die darin zum Ausdruck kommt, ist gut und erstrebenswert. Alle freiheitliebenden Menschen werden für die Freiheit der Liebe eintreten. Wir begrüssen es, wenn sich die Stimmen gegen die Gesetze und die öffentliche Meinung, die die Freiheit des Sexuallebens beschränken und einengen, häufen, insbesondere, wenn sie aus den Reihen der jungen Generation kommen. Wir brauchen ein junges, starkes Geschlecht, das für die Freiheit auf allen Gebieten kämpft. In diesem Sinne ist die Broschüre von Albrecht gut zu heißen.

Da es sich jedoch um einen Debutanten handelt, so sei mir ein freundschaftliches Wort der Kritik vergönnt. Genosse Albrecht macht oft zu viel und zu schwülstige Worte. Die Broschüre läßt einen logisch-architektonischen Aufbau vermissen. Man merkt, daß aus dem Verfasser viel brausender Most schäumt, der sich noch nicht gesetzt hat. Abgeklärt und abgerundet ist die Broschüre nicht. Nur der geübte Leser vermag den roten Faden, den ruhenden Pol in den vorübergehenden Einzeldarstellungen zu erfassen.

Doch abgesehen davon ist die Broschüre lesenswert und zu empfehlen.

Aus: „Der Syndikalist“ 1926/25

 

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