Historische Buchbesprechung: „Die Metropole“; „Die Wechsler“; „Der Industriebaron“ – Upton Sinclair

der synd

Bücherbesprechung

„Die Metropole“ (Preis 2,- M. brosch.), „Die Wechsler“ (Preis 2,- M. brosch.) und „Der Industriebaron“ (Preis 1,- M-. kartoniert) von Upton Sinclair. Malik-Verlag, Berlin.

Drei Romane, in denen Sinclair in der ihm eigenen Art die gewinnsüchtige und mordsüchtige Methode des Kapitalismus und die Scheinmoral und Genußsucht dieser Gesellschaft anprangert.

Obgleich die Milieu-Schilderungen oftmals kinohaft wirken, und es reichlich sensationslüsternd erscheint, wenn – wie im Industriebaron – die Folge einer Jugendliebe, die inzwischen zum blühenden Weibe herangereift, vom nichtsahnenden Erzeuger, nachdem er sie erst aus dem unvermeidlichen Bordellsumpf herausfischen mußte, zur Geliebten gemacht wird. So sind doch alle drei Romane einem jeden zu empfehlen, der mit kritischem Auge das Geschilderte aufnehmen kann und sich nicht durch die fast märchenhaft klingenden Milieu-Schilderungen in Wunschträume bringen läßt, denn so wäre die Absicht des Dichters verkannt, der durch das Bild des Mammonismus diesen anklagt.

W. Sch.

Aus: „Der Syndikalist“ 1926/14

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